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Webdesign by Claudia Weiss

Letzte Aktualisierung: 28.02.2016

 

 

Die Wünsche eines Welpen!!!

 

Wenn sie von ihrer Mutter und ihrem Züchter weg zum neuen Herrchen und Frauchen kommen, haben Welpen es meist nicht leicht. Oft fehlen da die wichtigsten Kenntnisse im Bezug auf Aufzucht, Haltung, Pflege und Erziehung. Die Folgen von solchen Fehlern sind nicht selten kaum mehr gutzumachen. Aus genau diesem Grund hat sich euer Junghund die Zeit genommen, das aufzuschreiben, was im wichtig erscheint.

 

Mein Name ist „Berni“ und ich bin ein Hund, genaugenommen ein Bernersennenhund.

Was ich zusagen habe, gilt jedoch für fast alle Junghunde.

 

Die Feststellung, das ich ein Hund bin, so hat es auch mein Züchter gesagt, ist besonders wichtig, und ich muss im voll und ganz zustimmen. Nur zu gern vergleicht ihr Menschen uns mit euresgleichen, und da beginnen bereits die ersten Probleme in unserem täglichen Hundeleben. Dabei könnte unser Leben so schön sein, wenn ihr ein wenig Verständnis für unsere Hundebelange aufbringt. Wir sind Rudeltiere und da es ja meistens an Artgenossen fehlt sehen wir euch Menschen ja auch als vollwertige Rudelmitglieder an.

 

Um unser Zusammenleben für beide Seiten  problemlos und angenehm zumachen, habe ich alles, was ich für wichtig hielt, niedergeschrieben.

So kann ich mich auch meiner Entwicklung hingeben, während mein Herrchen liest!

Schweren Herzens habe ich mein Zuhause, und alle die mir lieb sind, verlassen und bin zu dir gekommen, um dir ein treuer liebevoller Begleiter zu werden. Ganz alleine kann ich das doch beim besten Willen nicht schaffen, und so musst du mir schon dabei helfen. Bedenke, das ich zur Zeit noch ein Baby bin, das deine Hilfe und Liebe ganz besonders braucht.

 

Ich brauche für meine Entwicklung neben gutem Futter vor allem recht viel Ruhe und Schlaf. Wenn ich gerade schlafe, so wecke mich nicht unnütz auf nur weil dir gerade nach spielen ist. Hast du auch Menschenkinder bei dir, so schärfe es diesen ganz besonderes ein, den es könnte meiner Entwicklung und meinem Wachstum schaden.

Wenn ich aber ausgeschlafen bin, dann kümmere dich einwenig um mich. Pass aber auf, den nach dem schlafen verspüre ich, wie auch nach jeder Mahlzeit, das Bedürfnis mich zu entleeren. Bringe mich an den Platz, den du dafür vorgesehen hast. Wenn ich meine Sache gutgemacht habe, dann Lobe und Belohne mich ausgiebig. Schon bald werde ich verstanden habe, wo ich darf und wo nicht. Solltest du es doch einmal vergessen haben mich hinauszuführen und ich verunreinige dir die Wohnung, so hat es keinen Sinn mich zu strafen. Ich würde ja doch nicht verstehen warum, und eventuell noch Angst vor dir bekommen. Achte in Zukunft lieber besser auf mich!

 

Ganz wichtig ist auch mein richtiges Futter. Gerade in dieser Beziehung seht ihr Menschen uns gerne als Abfallverwerter. Bedenke, wir Hunde gehören zur Familie der Caniden, unsere Vorfahren waren Laufraubtiere (was unsere wildlebenden Artgenossen noch heute sind) und unser Verdauungsapparat hat sich durch die Domestikation in keinster Weise verändert. Daher sind wir von Natur aus Fleischfresser, wenn auch nicht ausschließlich. Immerhin soll die Hauptnahrung aus 70%- 80% Fleisch/RFK bestehen. Dabei solltest du mir das Fleisch in rohem Zustand geben. Roh deshalb, weil beim Kochen der Nährwert leidet und wichtige Spurenelemente und Salze verloren gehen bzw. zerstört oder verändert werden, welche ich aber dringend benötigen würde.

Keine Angst, das ich auf rohes Fleisch bissig und aggressiv werde, ist ein Ammenmärchen. Sollte doch mal einer so einen neunmalklugen Spruch sagen, kannst du ihn ruhig auslachen. Hi, Hi, Hi !!!

Du darfst mir aber nur rohes Rind, Huhn und Lammfleisch füttern, denn von rohem Schwein kann ich sehr krank werden. (Aujeszky`sche Krankheit, Toxoplasmose)

Mir genügt im übrigen auch das Abfallfleisch einer Schlachterei, du brauchst mir keine teuren Steaks zu kaufen. Ganz super für mich ist auch ein Rinderpansen (Kutteln, Netz- und Blättermagen). Lunge brauchst du mir nicht geben, außer du meinst ich bin zu dick, sie hat nämlich gar keine Nährwerte. Auch Innereien sind gut für mich, jedoch nur einmal in der Woche. Bei zuviel Innereien besteht die Gefahr einer Vitamin-A Vergiftung für mich.

Du kannst mir ja auch mal einen Knochen geben, so 4-5x die Woche. Achte aber darauf, das es nur ein Brustkernknochen vom Rind ist, denn alle anderen Knochen splittern, und du willst doch nicht das ich mich verletzte, oder? Oder aber Geflügelknochen, die kann ich sogar auch als Welpe schon gut vertragen.

Vor allem jetzt im Wachstum kannst du mir auch mal einen Kalbskugelknochen zum Spielen anbieten. Er ist gut zum Zeitvertreib, aber auch zur Kräftigung der Kaumuskulatur.

 

Neben der Fleischnahrung brauche ich natürlich auch Beifutter. Dazu eignet sich auch Menschenfutter vom Tisch. Du kannst mir übriggebliebene Beilagen geben, wie etwa Reis, Nudel, Knödel , Kartoffel usw. geben allerdings Kartoffeln niemals Roh. Auch Gemüse und Obst kannst du mir anbieten, und du wirst bald merken, was ich mag und was nicht. Dann gibt es natürlich auch noch Hundeflocken zum mischen mit Fleisch, das ist auch Ok.

Achte nur darauf das meine Speisen nicht gewürzt sind. (Etwas Salz ist erlaubt!)

Milchprodukte kannst du mir auch geben. Ich liebe stinkenden Käse.

Ist auch für meine Darmflora wichtig.

Jetzt noch ein Geheimnis. Aber sag´s keinem.

Ich stehe auf Grießbrei . Mein Züchter macht das immer so: 50% Halbfettmilch und 50% Wasser mit normalen Weichweizengrieß, 1 Becher Magerjoghurt, 1 Banane, 1 Eigelb (kein rohes Eiweiß verfüttern) und 1 Teelöffel Dextrenergen. Das ganze mit Grießbrei verrührt und fertig. Hmmm lecker!!!

 

Auf alle Fälle trägt das, was du mir fütterst viel zu meiner Entwicklung, Gesundheit, und zu meinem späteren Aussehen bei. Auch dies, sagt mein Züchter, wird viel zuwenig beachtet und wenn´s dann schieflief wird nur auf den schlechten Züchter geschimpft, weil eigene Fehler nicht eingestanden werden.

 

Nun möchtest du wahrscheinlich wissen, wie viel Futter ich bekommen soll. Bis zu einem alter von etwa 6 Monaten kannst du mich ruhig 3-4 mal täglich füttern. Je nachdem, wie ich mich entwickle, kannst du dann auf zweimal reduzieren. Spätesten jedoch mit 9 Monaten. Am wichtigsten ist jedoch meine Figur. Ich muss unbedingt schlank bleiben. Nicht, weil ich eitel bin, sondern weil jegliches Übergewicht sich in meinen Gelenken wiederspiegelt. Manche Züchter sagen, einen Berner muss man Großhungern und nicht Großfüttern, aber übertreibs nicht. Du siehst mich jeden Tag und musst das individuell für mich finden. Ich weis, das ist ein Kunststück, aber du wirst das schon schaffen!!!!

 

 

Nun sind wir bei der Erziehung!

Du wirst bald selbst herausfinden das wir Hundekinder uns nicht selbst erziehen. Bei unseren Vorfahren hat das erst die Mutter übernommen und später das gesamte Rudel. Da gab es strenge Regeln und wer dagegen verstossen hat, wurde rücksichtslos bestraft. Allzu viel Menschen aber erwarten, das wir Wunderhunde wären und die Erziehung bereits mit der Muttermilch bekommen hätten. Wenn aber ihre Erwartungen nicht erfüllt werden, dann gibt’s mehr Prügel als Futter, dann wird auf den Züchter geschimpft, auf die Rasse und in viele Fällen auf Hunde allgemein.

Der geringste Verdacht, das der Besitzer eigentlich die Schuld trägt, wird weit von sich geschoben. Wo käme man den da hin, wenn man den Menschen dafür verantwortlich machen würde, dass ein Hund sich nicht selbst so erziehen kann, wie es von ihm erwartet wird. Wozu schafft man sich den dann einen Hund an, wenn der nicht weis, was er wann zu tun hat?

Selber habe ich ja dies noch nicht erfahren, aber schon als ich noch ganz klein war und meinen Züchter im Gespräch mit Interessenten belauscht habe, hat er genau dies den Menschen erklärt.

Wenn du also nicht verstehen willst, das du in großem Masse für meine Erziehung verantwortlich bist, so werden wir bald keine guten Freunde mehr sein und das täte mir außerordentlich leid. Daher nimm dir das zu Herzen, denn ich möchte ja, dass du mich auch immer so lieb hast, wie ich dich lieb haben will !!!!

Grundsatz bei aller Erziehung ist Liebe, Geduld und Konsequenz!

Als erstes wirst du mich an Halsband und Leine gewöhnen müssen. Beides wird mir unangenehm sein, daher ist es notwendig, das du es mit angenehmen verbindest.

Gehen wir Gassi und du legst mir das Halsband um, wird es schon gar nicht mehr so schlimm sein. Kommen wir wieder nach Hause, musst du mir es natürlich wieder abnehmen. Du wirst sehen, bald werde ich mich freuen wenn du das Halsband in die Hand nimmst, denn dann gehen wir ja Gassi!!!

Jetzt kommt die Leine ins Spiel! Leg sie an und las mich erst mal alleine mit ihr laufen. Hab ich erst gemerkt, das sie nicht beisst, kannst du sie in die Hand nehmen und führe mich so, das ich laufen kann wohin ich will.

Als nächsten Schritt versuche mich mit freudigen Locken dazu zubringen, das ich dir folge. Achte gleich darauf das ich immer an deiner linken Seite gehe. Am besten sollten meine Schultern in Höhe deiner Beine sein, aber Geduld ist wichtig, es braucht Zeit und du musst mich immer ganz toll loben, wenn ich es richtig mache!!! Lehre mich aber das gehen an der Leine gleich richtig und fange auch mit dem Hörlaut „Fuß“ schon an. Du kannst das ja jetzt schon mit mir üben, aber nie zu lang und zu oft, da ich mich noch nicht so lange konzentrieren kann. Höre aber erst auf, wenn ich es ein paar Meter richtig gemacht habe, mit viel Lob, und gib mich dann frei zum Spielen. Verlier nicht die Geduld, denn sonst würde ich die Übungen niemals ernst nehmen.

Las mir aber auch beim Spazieren gehen meine Freiheit, denn ich muss ja noch die Umgebung erkunden (wir Hunde nennen das Zeitungslesen) und nach Herzenslust rumtollen. Wenn du mir dann aber rufst, achte darauf das ich auch wirklich komme und am besten vor dir sitzen bleibe. Sollte ich auf dein Rufen mal nicht kommen, lauf mir NICHT hinterher (Ich würde das als Spiel auffassen) sondern gehe in die entgegengesetzte Richtung weg von mir. Rufst du mir dann, so werde ich meinen du willst mich verlassen und so schnell es geht zu dir kommen. Dann musst du mich wieder, wie immer loben.

Manchmal werde ich auch noch etwas anstellen und du wirst mich ärgerlich zu dir rufen. Du darfst mich aber auf das Kommen nicht schimpfen, denn ich habe ja nur deinen Befehl ausgeführt. Besser wäre da, du rufst mich gar nicht, sondern wenn du mich auf frischer Tat ertappt hast, kannst du mir mit einem Bösen „Nein“ klarmachen, das ich das nicht darf. Ich werde das an deiner Stimmlage verstehen!

Sitz und Platz lerne ich eigentlich ganz schnell!!!

Gib mir nie ein Leckerchen ohne das ich dafür etwas tun musste. Stehe aufrecht und halte das Leckerchen in Brusthöhe und sage „Sitz“. Durch das Hochschauen geht automatisch mein Popo nach unten und ich mache „Sitz“, zwar noch unbewusst aber bald werde ich das gelernt haben.  Du musst mir jetzt übrigens das Leckerchen geben !!!!

Wenn ich „Sitz“ auch ohne Keks kann, kannst du mit „Platz“ anfangen. Du nimmst einen Keks und lässt mich sitzen, dann zeigst du mit der Hand auf den Boden und ziehst den Keks am Boden von mir weg. Du wirst sehen, ich werde mich nach vorn nach dem Keks ausstrecken und daher die Position „Platz“ einnehmen. So lerne ich schon als Welpe auf spielerische Art und Weise!!!

Nun lass mich mal zusammenfassen!

Wir Hundebabys lernen über „Positive Bestärkung“,(das ist alles, was mir gut tut!) was wir machen sollen.

Das was wir nicht sollen, lernen wir über „Negative Bestärkung“(das ist alles, was ich nicht mag z.B. Ignorieren, ein scharfes „Aus“ oder „Nein“).

 

Nun noch ein bischen was über mein Fühlen und Denken als Hund!

Vermeidet es bitte in meiner Gegenwart zu streiten, den ich könnte vielleicht mit einer solchen Situation nicht umgehen. Eventuell wurde ich auch für jemanden die Partei ergreifen, was mit Sicherheit den Familienfrieden stören wurde. Auch schimpft eure Kinder nicht, denn sie sind in meinen Augen die schwächeren Rudelmitglieder und müssen beschützt werden. Was das bedeutet, wisst ihr ja.

Auch würde ich es nicht lieben, wenn Kinder wild schreiend, mit den Hände fuchtelnd um mich Herumhoppeln. Ich könnte es als Bedrohung auffassen und mich dagegen zur Wehr setzten. Dabei könnte es sein das ich nur brumme und knurre, doch wenn es mir einmal zu bunt wird, ist es nicht ausgeschlossen, das ich nicht einmal nach dem Ruhestörer schnappe.

 

Wenn ich auch ein Hund bin, so bin ich doch ein Lebewesen, das Gefühle hat. Ich bin kein totes Ding, das man ungestraft als Spielzeug verwenden kann, weil es gerade Spaß macht. Sicherlich, auch ich spiele gern, aber nur mit gleichen Bedingungen und gleichwertigem Partner. Ich jedoch bin kein Spielzeug. Wenn ich auch ein Hund bin, so habe ich doch auch so etwas, das man tieferes Empfinden nennt und das man mit einer Seele gleichsetzten könnte, so das man auch bei mir von seelischen Schmerzen sprechen kann.

 

Ups! Jetzt tun mir schon die Pfoten weh!

Aber eigentlich habe ich jetzt alles gesagt, was mir am Herzen lag. Ich hoffe ich habe euch nicht verschreckt, denn eigentlich habe ich mir die Arbeit ja nur wegen euch aufgetan. Ich möchte halt nur, das unser Zusammenleben so freudig und liebevoll wird, wie ich es mir Wünsche. Ich möchte später sagen können, „Ich habe die besten Herrchens der Welt“, und ihr sollt sagen „Wir haben den besten Hund der Welt“

Aber wenn ihr meine Zeilen beherzigt, kann ja sowieso nichts schief gehen!

Und wenn ihr Nichtmehr weiterwisst, dann ruft doch einfach meinen Züchter an!

 

 

Herzliche Grüße

 

Euer liebster Hund der Welt!!!

 

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